nebenwirkungen

28 Juli, 2008 von sockenfussel

zerstörung der allgegenwärtigen situationen führt zu verstopfungen der eigenen gefühle.

da sein

16 Juli, 2008 von sockenfussel

weisst du
du bist nicht da
du meinst nur du seist da
da um da zu sein
um nicht zu merken
dass du in wirklichkeit
überhaupt nicht
da bist

es tickt

11 Juli, 2008 von sockenfussel

die fahrten
zu dem ort
unter dem baum
mit den tönen der tropfen
wir und die käfer
alleine bei der wiese
über das büchlein gebeugt
geschichten erfunden
von leuten
wie wir
lagen
unter dem gelben schirm
das gras war feucht
spielten mit luftschlangen
schickten seifenblasen
in die welt
rannten
bis wir nicht mehr konnten
melodien begleiteten uns
vor
den schnellen abschieden

stundenlanges telefonieren
bis in den frühen morgen
von hier nach da
zukunftspläne schmieden
unter der decke liegen
füsse aus dem fenster strecken
erste schneeflocken
mündlich miteinander teilen

wiedersehen nach langer zeit
beide
mit roten haaren
unabhängig
regen
der ständige begleiter
die wiese
die käfer
kein rennen
nur die bank
und wir
bei goethe in der strasse
mit dem wundervollen lichteinfall
im zimmer
voller polaroidfotos
das eine bei mir
mein lieblingsbuch blieb da
das alte haus
neuland
hände als halt
gegen das rutschen
geschlossen
auf ewig
abschied

zeit verging
ohne neues
überraschender anruf
nach langem
mit zahnpastaküssen

wenig zeit
die zu langsam verging
sonntage im bett

veränderungen
ohne zu zeigen
welche
mit sonntagen
wie sie lange
nicht mehr waren

dinge
die weg sind
erinnerungen
und melodien
die
bis in ewigkeiten
bleiben

347243

11 Juli, 2008 von sockenfussel

337 3469443 34724 337 648
337 6693 648425836 5266
428 743 283 474363 3463 278
863 93473 234 7424

das zimmer

11 Juli, 2008 von sockenfussel

das bild an der wand.
eine verlassene schaukel.
nur den schatten sieht man noch.
die tapete, alt mit blümchenmuster, halb von der wand losgelöst.
ein leicht modriger geruch in dem raum.
durch das offene fenster lässt die sonne ihre strahlen über
die noch vorhandenen möbel streifen.
friedlich sieht es aus.
friedlich aber dennoch verlassen.

mach die augen auf

11 Juli, 2008 von sockenfussel

komm.
komm und sieh dir das an.
siehst du es?
es ist da.
da draussen.
du siehst es nicht?
wieso nicht?
es ist doch da.
jetzt bewegt es sich.
hast du das gesehn?
es funkelt.
du siehst es immer noch nicht?
gross ist es.
unübersehbar.
und du siehst es einfach nicht.
was ist nur mit dir?
sowas sieht man doch.

beweg dich nicht

11 Juli, 2008 von sockenfussel

bleib da.
bei mir.
beweg dich nicht.
füsse beieinander.
für zeiten die noch kommen.
frag nicht.
bleib da.
bei mir.
beweg dich nicht.
träume nur.
trau dich.
tränen vergehn.
bleib da.
bei mir.
beweg dich nicht.

da stehen wir

11 Juli, 2008 von sockenfussel

da stehen wir
es regnet
tropfen
im haar
die füsse
nass
da stehen wir
mittendrin
stille
trotz den tropfen
endlose blicke
werden
unterbrochen
vom gewitter
aber da
da stehen wir
auf der selben stelle
an der wir
beieinander sind

das nichts

11 Juli, 2008 von sockenfussel

wenn du
und ich
und ich
und du
die ewigkeit
besiegen
fliegen wir
ins nichts

zeiten wie diese

11 Juli, 2008 von sockenfussel

und doch
vergeht zeit
in der manches
bleibt
was nicht
bleiben sollte
in zeiten wie dieser